Samstag, 9. Mai 2009

Halbwissen oder "Küchenpsychologie"

Bei den Vorbereitungen für ein Bühnenstück erlebe ich derzeit gehäuft das, was man Synchronizität nennt. Figuren wollen einen Backrgound, diesen zu schaffen und zu verfeinern kann eine spannendere Sache nicht sein. Was auffällt ist, wieviel an Halbwissen und Angelesenem in den Köpfen der Menschen wirrt, worauf sich so manche(r) anmaßt zu bauen um seine Mitmenschen mit Diagnosen zu belegen, die oft - es ist wirklich immer wieder zu beobachten - eher einer Eigenbetrachtung gleichkommen denn wahrer Weitsicht, geschweige denn Erkennen oder Wissen um die Tiefen (wohlgemerkt nicht Abgründe) der menschlichen Seele.

Das sogenannte Borderline-Syndrom ist ein Paradebeispiel, wie angenommenes Wissen und Theorien um den so geheimnisvollen und irgendwie modischen Klang dieses Störungsbildes um sich greifen. So nehmen viele an, es handele sich um die Sache mit dem "ritzen", wobei ihnen der Begriff selbstverletzendes Verhalten nicht ansatzweise in den Sinn käme. Etwas tiefer und in die Breite betrachtet aber zeigt bereits Wikipedia auf, dass Zustände wie  Angst vor dem Alleinsein, sich selbst oder Selbstverlust Teil dieses Störungsbildes sind, was uns (und im Moment besonders mir - Stichwort "Synchronizität"), würde man oder frau hier tatsächlich bewandert sein, die eine oder andere Bekundung über das Sein Dritter, besonders gern von jenen skandiert, die nicht mal sich selbst erkennen, weniger bescherte. Und dies ist die wahre Posse, hat sie doch mit Witz so rein gar nichts zu tun.  C'est la vie!